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So Far, VR-Enabled Data Visualization is Nonsense

Few data technologies are subject to more hype these days than VR-enabled data visualization. I have never seen a single example that adds value and therefore makes sense. Those who promote it don’t base their claims on actual evidence that it works. Instead, they tend to spout a lot of misinformation about visual perception and cognition. Those who have actually taken the time to study visual perception and cognition could take each of these claims apart with ease. VR has the cool factor going for it and vendors are capitalizing on this fact. www.perceptualedge.com

So Far, VR-Enabled Data Visuailzation is Nonsense

Auch in meinen Augen ist VR/AR eine neue Technologie, die sich noch beweisen muss. Mir ist ebenfalls noch keine VR- Datenvisualisierung untergekommen, die wirklich Mehrwert bietet. Jedenfalls ist es völlig unnötig, etablierte 2D Visualisierungen einfach im 3D Raum abzubilden und so sich neue Erkenntnisse zu erhoffen.

Source: So Far, VR-Enabled Data Visuailzation is Nonsense

Source: http://www.perceptualedge.com/blog/?p=2865

Eye-Tracking Unsinn von Tableau

Don’t trust everything you read. Surely you know this already. What you might not know is that you should be especially wary when people call what they’ve written a “research study.” I was prompted to issue this warning by a June 29, 2017 entry in Tableau’s blog titled “Eye-tracking study: 5 key learnings for data designers everywhere”. The “study” was done at Tableau Conference 2016 by the Tableau Research and Design team in “real-time…with conference attendees.” If Tableau wishes to call this research, then I must qualify it as bad research. It produced no reliable or useful findings. Rather than a research study, it would be more appropriate to call this “someone having fun with an eye tracker.”
— Stephen Few

Stephen Few über eine pseudo- wissenschaftliche Eye-Tracking Untersuchung von Tableau. Wenn man Stephens Art mag, dann ist sein Blogpost auf jeden Fall lesenswert.

tl;dr:

The true key learning that we should take from this so-called study is what I led off with: “Don’t trust everything you read.” I know some talented researchers who work for Tableau. This study was not done by them. My guess is that it was done by the marketing department.
— Stephen Few

 

    Source: http://www.perceptualedge.com/blog/?p=2718

    WGOITGraph?

     Quelle:  New York Times
    Well, we’ve developed a way to do just that. This year, we’re delighted to announce that we’ll be partnering with the American Statistical Association (A.S.A.) for a new monthly feature, “What’s Going On in This Graph?”, or “WGOITGraph?” The A.S.A. educates the public about using data to understand our world and believes that statistical literacy is important for everyone.
    — MICHAEL GONCHAR undd KATHERINE SCHULTEN (NYT)

    Die New York Times startet eine neue monatliche Reihe: What’s Going On in This Graph? Ähnlich zum bereits bestehenden What’s Going On in This Picture?

    If you’re familiar with our popular “What’s Going On in This Picture?” series, you’ll have some idea already of how “WGOITGraph?” will work. In that feature, we partner every Monday with Visual Thinking Strategies to publish an intriguing Times photo stripped of its caption, and to invite students to come to our site and discuss what they see. On Fridays, we reveal the original caption along with related information. Teachers tell us that the exercise helps students practice their visual thinking skills and their use of evidence to support claims, across subjects and grade levels. And — just as important — they tell us it’s fun.
    — MICHAEL GONCHAR undd KATHERINE SCHULTEN (NYT)

    Die Ergebnisse der Diskussionen werden in Zukunft hier zusammengefasst.

    Source: https://www.nytimes.com/2017/09/06/learnin...

    Lollipop Charts: “Who Loves You, Baby?”

    A lollipop chart is malformed in that it’s length has been rendered harder to see by making it thin, and its end has been rendered imprecise and inaccurate, by making it large and round. The center of the circle at the end of the lollipop marks the value, but the location of the center is difficult to judge, making it imprecise compared to the straight edge of a bar, and half of the circle extends beyond the value that it represents, making it inaccurate.
    — Stephen Few

    Ein Plädoyer von Stephen Few für etablierte Charttypen. Warum man Lollipop Charts einem Balkendiagramm vorziehen soll, erschließt sich mir auf den ersten Blick auch nicht (außer dem Drang nachzugeben, einmal etwas anders machen zu wollen).

    Die International Business Communication Standards (IBCS®) - Link zu Top Ten Charts PDF - sehen Lollipop Charts für (prozentuale-) Abweichung bzw. Varianz vor.

    Diese Vorgabe fand ich schon lange, sagen wir mal, unglücklich und überdesigned.  Ist diese Unterscheidung wirklich nötig?

    Zumal die Lollipop Charts à la Hichert+Faisst oftmals eingesetzt werden, wenn der Platz knapp ist - beispielsweise direkt über einem Säulendiagramm mit absoluten Werten. Genau dann sind sie, wie Stephen Few es passend erläutert hat, nicht mehr präzise und der Stecknadelkopf alleine nimmt mit seiner Größe ca. 20% der Skala ein. 

    Source: http://www.perceptualedge.com/blog/?p=2642

    Kritisch denkende Genies, keine Roboter

    These are guidelines, not rules. If you can explain the logic for going against this guidance, then your graph is probably going to be alright. My goal is to develop critical thinking masterminds, not robots.
    — Ann K. Emery

     Was für ein gelungener Absatz in dem Artikel "Balkendiagramme: Horizontal oder vertikal" von Ann K. Emery! Ich kann da nur voll zustimmen und die finale Aussage deckt sich komplett mit meinem bevorzugten Ansatz, wenn ich Kollegen oder Interessierte an Datenvisualisierungen heranführe. 

    Anstatt Jemandem ein fertiges Notationskonzept mit fest und fremd definierten Vorlagen vor die Nase zu legen, bringe ich Ihm lieber die Grundlagen und Hintergründe bei. Handwerkliche Fehler sind zu vermeiden. Dabei helfen gemeinsame Richtlinien und Definitionen, damit ein gewisser einheitlicher Standard gehalten werden kann. Mit der Zeit erhoffe ich mir, wie Ann auch, dass kritisch hinterfragt und im besten Fall selber herausgefunden wird, was für welchen Zweck die beste Visualisierung ist.

    Warum nicht auch mal bewußt und begründet gegen Richtlinien verstoßen, wenn es dem Zweck, der Informationsübermittlung, der erfolgreichen Kommunikation, dient?

    Manchmal passt der vorgefertigte Standard aus der Retorte einfach nicht und außergewöhnliche Darstellungen transportieren die Kernaussage besser. Viele der herausragenden Datenvisualisierungen der letzten Zeit bedienen sich der Grundlagen. Die Ersteller aber gehen und denken immer einen Schritt weiter und sind regelrecht innovativ in der "Regelauslegung". Das sollte das Ziel eines jeden Mentors sein: Kritisch denkende Genies, keine Roboter.   

    Source: http://annkemery.com/vertical-or-horizonta...

    Robert Kosara: "Gruppierte Säulen sind am schlimmsten"

    Robert Kosara:

    Bar charts are great. They always work. They're always the safe choice. Right? Well, no. Stacked bar charts are deceiving because we think they work just like regular bars, when they're really pretty terrible.

    Roberts Argumente gegen gruppierte Säulen teile ich absolut, wenn es primär darum geht, die Trends der einzelnen Segmente genau interpretieren zu müssen. Für den Gesamttrend fällt das dem Leser bei diesem Diagrammtyp über die Balkenlänge leicht, die Veränderungen der einzelnen Teilsegmente sind dagegen schwer zu interpretieren, da sie immer an unterschiedlichen Stellen starten und enden. 

    Im hier dargestellten Fall ist die Diagrammwahl nicht optimal. Die Überschrift suggeriert, dass man einen Vergleich der Bezirke untereinander ziehen kann. Das ist aber leider nicht so einfach möglich. Eine Darstellung der Segmentveränderungen in "Small Multiples" anhand einer einheitlichen Skalierung wäre sehr wahrscheinlich besser geeignet.

    Nur meiner Meinung nach kann man gruppierte Säulen nicht einfach pauschal verteufeln und neben den Kreisdiagrammen an den Pranger stellen. Es kommt immer darauf an, was der Ersteller für Inhalte transportieren möchte. Wenn der Gesamttrend im Fokus steht und sekundär die Zusammensetzung der Gesamtsumme interessant ist, hat dieser Diagrammtyp seine Daseinsberechtigung. 

    Source: https://eagereyes.org/techniques/stacked-b...

    Der Milliardärsclub - Die wertvollsten Startups

    Eine Grafik von Statista zeigt die wertvollsten Startups mit dem Stand Oktober 2015. 

     Quelle:  Statista

    Quelle: Statista

    Die Quelldaten gehen auf einen Wallstreet Journal Onlineartikel zurück, der eine sehr interessante, interaktive Tabelle und Visualisierung der Daten beinhaltet. Doch beide Darstellungen verbergen die teilweise dramatische Entwicklung der Startups. Glücklicherweise kommt man meistens an die Rohdaten, wenn die Artikel dynamisch die Visualisierung generieren. So war es möglich, als kleine, unvollständige Spielerei, die Daten als Slopegraph zu modellieren. So wäre sofort ersichtlich geworden, wie stark in die Startups investiert wurde, und man sieht den zusätzlich den zeitlichen Kontext. 

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    Änderungen in der Lego Farbpalette von 1975-2014

    Eine Visualisierung der Änderungen in der Lego Farbpalette von 1975-2014 wurde im BricksetForum veröffentlicht, die seit diesem Zeitpunkt vielfach über diverse Social Networks geteilt und diskutiert wurde.

    Meine erste spontane Reaktion darauf war Folgende.

    Soll ich noch einmal erwähnen, dass der richtige Einsatz von Kreisdiagrammen schwierig sind? Umso schwieriger wird es, wenn diese als Mittel verwendet werden, um Veränderungen über die Zeit darzustellen. Was hier dem Leser an visueller Leistung abverlangt wird, ist sportlich. Außerdem weißt diese Visualisierung auch handwerkliche Fehler auf, die es quasi unmöglich machen, die verschiedenen Zeitpunkte untereinander zu vergleichen.

    • Die Kreisdiagramme beginnen nicht mit dem größten Segment auf "12 Uhr"
    • Keine absteigende Segmentsortierung nach Größe
    • Mehr als 5 Segmente pro Kreisdiagramm

    Selbst wenn man dem Ersteller zugutehält, dass er die Anteile am Ganzen darstellen wollte, ist die Wahl von Kreisdiagrammen in "Small Multiples" für einen Zeitverlauf nicht optimal. In meinen Augen eignet sich ein gestapeltes Areachart für diesen Zweck viel besser. Glücklicherweise hat der Ersteller es auch selber bemerkt und ein wirklich tolles Update bereitgestellt.

    Quelle: davee123 - BricksetForum

    Falls jemand weitere Ideen hat, wie diese Daten besser visualisiert werden können, hat davee123 auch die Rohdaten in den Kommentaren zur Verfügung gestellt.

    Source: http://www.bricksetforum.com/discussion/21...

    Moderne Datenvisualisierungen und der Spagat zwischen Schönheit und Effizienz

    Sophisticated data visualizations are pushing the bounds of what we can process, sometimes to the breaking point. What are the signature styles of contemporary data vis, and will they stand the test of time?
    — National Geographics Data Points

    Wieder einmal ein hervorragender Artikel bei "National Geographic Data Points". Er untersucht die modernen Datenvisualisierungstrends auf Effizienz und stellt die Frage, ob diese Methoden auch weiterhin eine Daseinsberechtigung verdienen - oder einfach nur den Leser überfordern.

    Source: http://news.nationalgeographic.com/2015/09...

    Amazon QuickSight - Business Intelligence aus der Cloud

    Amazon QuickSight is a very fast, cloud-powered business intelligence (BI) service that makes it easy for all employees to build visualizations, perform ad-hoc analysis, and quickly get business insights from their data. Amazon QuickSight uses a new, Super-fast, Parallel, In-memory Calculation Engine (“SPICE”) to perform advanced calculations and render visualizations rapidly. Amazon QuickSight integrates automatically with AWS data services, enables organizations to scale to hundreds of thousands of users, and delivers fast and responsive query performance to them via SPICE’s query engine. At one-tenth the cost of traditional solutions, Amazon QuickSight enables you to deliver rich BI functionality to everyone in your organization.
    — Amazon

    Amazon steigt in den Business Intelligence Markt ein. Im Bereich Visualisierung sehe ich aber noch enormes Verbesserungspotential. Die Charts erinnern mich mit ihren handwerklichen Fehlern stark an die Anfänge der BI Tools und nicht an einen frischen, neuen Ansatz.

    Source: http://aws.amazon.com/de/quicksight/