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Die Topscorer der europäischen Fußball Ligen

Last week Ibrahimovic became Paris St-Germain’s all-time top goalscorer. Here is how he compares to the record holders at other big European clubs

Quelle: The Guardian  

Quelle: The Guardian  

Die Darstellung der Topscorer beim Guardian sieht ganz nett aus. Ein schönes Farbschema wurde gewählt. Aber man kann nicht oft genug betonen, dass sich Flächen nicht gut eignen, um Unterschiede zu visualisieren. Zusätzlich wird gleichzeitig auch noch die Quote Tore pro Spiel dargestellt. Das hängt mich vollkommen ab. 

Source: http://www.theguardian.com/news/datablog/2...

Nüchtern visualisiert: U.S. Schusswaffenopfer und Terrorrismusopfer

Using numbers from the Centers for Disease Control and Prevention, we found that from 2001 to 2013, 406,496 people died by firearms on U.S. soil. […] This data covered all manners of death, including homicide, accident and suicide.

According to the U.S. State Department, the number of U.S. citizens killed overseas as a result of incidents of terrorism from 2001 to 2013 was 350.

In addition, we compiled all terrorism incidents inside the U.S. and found that between 2001 and 2013, there were 3,030 people killed in domestic acts of terrorism. This brings the total to 3,380.

Quelle: CNN

Quelle: CNN

Ein trauriges und ernsthaftes Thema, das durchaus für aufgeregte und emotionale Berichterstattung taugt, wird in einem Artikel bei CNN vorbildlich nüchtern visualisiert. Die erschreckenden Zahlen sprechen quasi für sich. Der Autor verzichtet auf geschnittene bzw. manipulierte Achsen und übertriebene Trenddarstellung. Er verlässt sich auf die bekannte und allgemein erlernte Bildsprache des reinen Liniendiagramms und den sichtbaren, großen Abstand der beiden Linien. 

Ein kleiner Kritikpunkt: Leider kommt nicht deutlich heraus, dass seit dem Jahr 2002 die Rate für Terrorrismusopfer sehr nahe der 0 liegt, da die x-Achse optisch nicht bei 0 schneidet. 

Source: http://edition.cnn.com/2015/10/02/us/orego...

United States of Animation - oder: Wir machen aus jeder Geoinfo eine Karte

Nur weil es mittlerweile relativ einfach ist, Daten auf einer Karte abzutragen, heißt es noch lange nicht, dass man es auch immer tun muss. die Animation ist zwar ganz nett, aber der Sinn erschließt sich mir nicht. Nach der Animation ist der Bezug zur Karte komplett verloren. Es bieten sich sicherlich besser geeignete Darstellungsformen an, als diese überflüssige Animation. In meinen Augen gilt auch hier wieder: Weniger ist mehr. 

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Source: http://www.brendansudol.com/posts/usa-anim...

Irreführen mit Statistiken

Vor einigen Tagen habe ich das Diagramm aus dem Artikel Why U.S Women are leaving jobs behind analysiert. Einen ganz ähnlichen Fall hat Eric Portelance in einem sehr schönen und detaillierten Blogpost auseinander genommen. Erschreckend, dass das sehr irreführende Diagramm von Bloomberg [sic!] kam.

Die Analyse

Eric Portelance hatte glücklicherweise Zugang zu den Quelldaten, da es sich um öffentliche U.S. Zensus Daten handelte. Das hat Ihn in die Position gebracht, das Diagramm gründlich bei den folgenden Punkten hinterfragen zu können. 

Datenpunkte

Das Bloomberg Diagramm besteht pro Datenreihe eigentlich nur aus zwei Datenpunkten. Eric hat sich die gesamte Datenbasis genommen um Schwankungen zu identfizieren, die bei einer geraden Verbindung zwischen den einzigen Datenpunkten verloren gehen könnten.

Beschnitt und Skalierung

Eric hat festgestellt, dass das Diagramm auf beiden Achsen beschnitten wurde. Die vertikale Achse beginnt nicht bei Null und die Zeitachse beginnt bei 1972, obwohl Daten seit 1942 vorliegen würden.

Das Ergebnis

... ist erstaunlich. Es ist nicht nur detaillierter, sondern auch kontrovers zur ursprünglichen Aussage des Artikels!

Similarly, poorly analysed and presented data can lead people to draw the wrong conclusions. I’ve tried to demonstrate both examples here so you can be more vigilant when you see an article like the Bloomberg one I linked to, and so you can be more cautious if you are using data to tell a story.
Source: https://medium.com/i-data/misleading-with-...

Kritik: Why U.S. Women Are Leaving Jobs Behind

In einem Artikel der New York Times über die Gründe, warum die amerikanischen Frauen den Job hinter sich lassen, ist mir ein Diagramm aufgefallen, das auf den ersten Blick recht ansprechend und informativ ausschaut, aber einen gravierenden Nachteil beinhaltet. Es dramatisiert unnötig!

Durch das gestreckte Layout und vor allem durch das zusätzliche Beschneiden der vertikalen Achse wirkt der Abfall um fünf Prozentpunkte über dreizehn Jahre hinweg geradezu alarmierend.

Abgeschnittene Wertachsen zeigen durch ihre Fokussierung niemals das gesamte Bild und verlangen vom Leser mehr Aufmerksamkeit bei der Informationsaufnahme. Das natürliche Sehen und die menschliche Wahrnehmung wird, bis zur Anwendung des aufgezwungenen Gelernten, in die Irre geführt.

Diagramme sollten immer zum Informationsgewinn beitragen, und die Wahrheit bestmöglich transportieren. 

Source: http://www.nytimes.com/2014/12/14/upshot/u...

Cost-of-living Index: Clevere Diagrammwahl

Das folgende Diagramm ist eine clevere Wahl, wenn verschiedene Messwerte miteinander verglichen werden sollen. 

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Außerdem hat der Ersteller auch bei der Farbwahl ein einigermaßen gutes Händchen bewiesen. Die roten Punkte stechen als die aktuellen Werte hinaus - nur einigermaßen gut, denn rot ist von der Bedeutung vorbelastet, nämlich eigentlich für negative Werte. Aber in diesem isolierten Fall ist es vertretbar. 

Mein einziger Kritikpunkt an der Darstellung sind die zu dominanten Schmucklinien. Diese hätte ich bei der Erstellung etwas zurück genommen, zumindest aber auf die doppelte Linie auf Höhe der Datenpunkte verzichtet.  

Kritik: An American Day

Man muss auch loben können, und zwar dieses über Twitter gefundene Diagramm. 

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Nicht nur der aktuelle Stand aus 2013 wird aufgeführt, sondern auch die absolute Veränderung zu 2003. Kleine Bilder unterstützen die Bildsprache und das Auge findet sich sofort zurecht. So wird aus den reinen Daten schnell das entsprechende Wissen.