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Do we take data visualisation too seriously?

 Neil Richards stellt eine gute Frage: Nehmen wir Datenvisualisierung zu ernst? Er beschreibt in meinen Augen sehr gut das Spannungsfeld, in dem sich jeder Designer befindet, der über das Standardbalkendiagramm hinaus gewachsen ist und sich weiter einwickelt hat. Das Spielen und Dehnen von Konventionen ist das, was Kunst und Design am Ende vom öden Standard unterscheidet. Auch das bewußte Verzichten auf 100%ige Genauigkeit und Präzision in der Darstellung gehört dazu! 

Natürlich gibt es Felder, in denen die Genauigkeit der Darstellung mehr zählt, als das Design. Aber genauso gibt es die Gegenbenheiten, in denen die Darstellung an sich mehr überzeugen muss, als die Präzision.  

Genau deshalb kann die Antwort nur lauten: Es kommt darauf an.  

In meinen Augen ist das Feld der Datenvisualisierung mittlerweile viel mehr mit einer Sprache zu vergleichen, als mit einem wissenschaftlichen Themengebiet. Man begegnet sowohl dem ausgeschmückten Gedicht oder einer ausführlich dekorierten Geschichte, als auch dem nüchternen und sachlichen Aufsatz. Datenvisualisierung dient dem Transport von Informationen. Dadurch werden komplexe Daten und Zusammenhänge erst zugänglich. Genau so, als nutze man das Medium Sprache, um sich zu verständigen.